Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB)

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Laufende Forschungsprojekte

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Überblick über unsere laufenden Projekte geben. Die Projektleitung liegt dabei entweder bei unserer Abteilung „Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie“ des IGB der Universität Osnabrück oder beim Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) als An-Institut an der Universität Osnabrück.

 

 

 

 

Technologiebasierte Nachbetreuung in der berufsdermatologischen Prävention der BK Nr. 5101 (TecNaP-RCT): Durchführung einer quasi Cluster-randomisierten, kontrollierten Interventionsstudie (RCT) zur Evaluation der Wirksamkeit der Applikation Mein Hautschutz im Alltag (MiA-App) zur Unterstützung von Versicherten beim aktiven Transfer von Hautschutzmaßnahmen in den beruflichen und privaten Alltag

Projektleitende Institution: Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück

Leitung: Prof. Dr. med. Swen Malte John; PD Dr. rer. medic. Annika Wilke

Projektdurchführung und -koordination: Nele Ristow, M.Ed.; Dr. rer. medic. Marc Rocholl

Laufzeit: 01/2025 - 07/2027

Förderung: Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

Durch die Reform im Berufskrankheitenrecht vom 01. Januar 2021 und der damit verbundenen Notwendigkeit zur Stärkung von individualpräventiven Angeboten ist es von großer Bedeutung, den Erfolg dieser Maßnahmen langfristig zu sichern und die Mitwirkungspflicht von Versicherten zu stärken. Die Umsetzung des Hautschutzverhaltens ist für den Krankheitsverlauf von Versicherten mit berufsbedingten Hauterkrankungen und für den Berufsverbleib wichtig. In den vergangenen Jahren hat die Digitalisierung im Gesundheitssystem die Möglichkeiten der Patientenversorgung maßgeblich erweitert und dabei neue Formate geschaffen, z.B. Smartphone-Apps für die Nachbetreuung. Die entwickelte und pilotierte App-basierte Nachbetreuung soll Versicherte im Anschluss an die stationäre Individualprävention bei der Festigung dieser Verhaltensweisen sowie im Selbstmanagement unterstützen.

Das Ziel des Projekts ist es, dieses Angebot hinsichtlich ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich zu evaluieren. Dabei wird untersucht, welchen Einfluss das entwickelte Nachbetreuungskonzept mit der MiA-App auf das Hautschutzverhalten, volitionale Determinanten zur Änderung von Hautschutzverhalten, den Hautzustand der Hände sowie auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität nimmt. Außerdem werden das Nutzungsverhalten der MiA-App sowie die Umsetzbarkeit der MiA-App im Alltag evaluiert.

Das Studienvorhaben teilt sich in zwei Studienabschnitte:

Bei Studienabschnitte 1 handelt es sich um eine 2-armige, quasi Cluster-randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie. Dabei werden Versicherte in Clustern blockweise der Interventions- oder Kontrollgruppe zugewiesen (jeweils 160 Teilnehmende). Beide Gruppen nehmen an der üblichen Regelversorgung teil. Die Interventionsgruppe nimmt während der stationären Individualprävention zusätzlich an dem Zielgespräch teil und erhält Zugang zur MiA-App für sechs Monate.

Studienabschnitt 2 ist ein ergänzendes, qualitatives Teilvorhaben. In diesem werden mit ausgewählten Studienteilnehmenden der Interventionsgruppe Leitfragen-basierte Telefoninterviews durchgeführt, um tiefgehende Einblicke in die Umsetzbarkeit der App-basierten Nachbetreuung zu gewinnen. Dabei werden sowohl förderliche Faktoren als auch Barrieren und Hindernisse identifiziert.

 

 

 

Klima@Reha: Entwicklung und Erprobung edukativer Ansätze, Inhalte und Tools zur Förderung der klimabezogenen Gesundheitskompetenz von Rehabilitand:innen

Projektleitende Institution: Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück

Leitung:  Prof. Dr. med. Swen Malte John, PD Dr. Annika Wilke

Projektdurchführung und -koordination: N. N.

Weitere beteiligte Studienzentren:
Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation iqpr GmbH, Eupener Str. 70, 50933 Köln; Ansprechpartnerin: Dr. Betje Schwarz.
Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück

Laufzeit: 03/2025 - 06/2028

Förderung: Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)

Überblick

Der Klimawandel hat vielfältige Auswirkungen auf die Gesundheit, Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sowie Erwerbsteilhabe – insbesondere chronisch erkrankter und von chronischer Erkrankung bedrohter Menschen. Träger und Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation sind nicht nur aufgerufen, selbst zum Klimaschutz beizutragen, sondern auch dazu, Strukturen, Kompetenzen und Konzepte zu entwickeln, die den sich verändernden Bedarfen entsprechen und Versicherte in Reha-Maßnahmen gezielt dabei unterstützen, klimabezogene Gesundheitsrisiken wahrzunehmen und im Alltag mit geeigneten Verhaltensweisen und Strategien zu begegnen.
An dieser Stelle setzt das Projekt „Klima@Reha“ an. Es eruiert die konkreten Bedarfe und Bedürfnisse, die im Kontext der medizinischen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung (DRV) im Zuge des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf die Gesundheit, Arbeits-/Erwerbsfähigkeit und Erwerbsteilhabe entstehen, entwickelt und erprobt edukative Ansätze, Inhalte und Tools mit denen die klimabezogene Gesundheitskompetenz von Rehabilitand:innen gezielt gefördert werden kann und adressiert zudem die für die Umsetzung dieser Ansätze benötigte klimabezogene Schulungskompetenz der Reha- Praktiker:innen. Die zu entwickelnden Ansätze, Inhalte und Tools sollen dabei an bestehende therapeutische Leistungen, insbesondere an Patient:innenschulungen und Seminare zur Bewegungs- , Ernährungs- und Stressbewältigungskompetenz sowie zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils ansetzen und diese ergänzen („Baukastenprinzip”) bzw. vor dem Hintergrund der eruierten Bedarfe und Bedürfnisse anpassen. Dies schließt eine etwaige Zusammenführung der einzelnen Inhalte und Tools in Form einer separaten Kompaktschulung nicht aus.
Auf Basis von (Literatur-)Recherchen sowie einer Bedarfs- und Bedürfnisanalyse, die die Perspektiven von Reha-Praktiker:innen, Rehabilitand:innen und Expert:innen in den Bereichen Klima und Gesundheit sowie Patient:innenedukation gleichermaßen berücksichtigt, sollen konkret folgende Produkte erarbeitet und erprobt werden:

  • ein Ansatz zur Weiterentwicklung edukativer Angebote, um durch den Klimawandel veränderte Bedarfe und Bedürfnisse im Kontext der medizinischen Rehabilitation der DRV zu adressieren
  • konkrete Inhalte und Tools zur Stärkung der klimabezogenen Gesundheitskompetenz von Rehabilitand:innen im Rahmen edukativer Angebote (beschrieben bzw. zusammengestellt in Form eines Manuals, einschließlich Tool-Box)
  • eine (Train-the-Trainer) Schulung für Reha-Praktiker:innen zur Stärkung ihrer klimabezogenen Schulungskompetenz und zur Befähigung zum Einsatz der entwickelten Inhalte und Tools (niedergelegt in Form eines Curriculums)
  • Fragebögen zur Erfassung der klimabezogenen Gesundheitskompetenz (kGK) von Rehabilitand:innen und der klimabezogenen Schulungskompetenz (kSK) von Reha- Praktiker:innen (Einsatz im Zuge der Erprobung)

Sollten die entwickelten Produkte erfolgreich evaluiert werden, können sie im Rahmen der medizinischen Rehabilitation der DRV künftig regulär und flächendeckend angeboten und eingesetzt werden. Damit leistet das geplante Projekt einen wichtigen Beitrag zur klimasensiblen Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation der Rentenversicherung.

 

 

 

BK 5101 Starterkit: Entwicklung wissenschaftlich begründeter Leistungsbeschreibungen für ein Starterkitportfolio für die Versorgung der Versicherten in der SIP durch die BGW (KIT I)

Projektleitende Institution: Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück

Leitung: Prof. Dr. med. Christoph Skudlik

Projektdurchführung und -koordination: Theres Heichel, Dr. rer. nat.

Weitere beteiligte Forschende: PD Dr. rer. medic. Annika Wilke, Dr. rer. nat. Flora Sonsmann, Prof. Dr. med. Richard Brans

Laufzeit: 02/2025 - 07/2025

Förderung: Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

Erstellung einer wissenschaftlich begründeten Leistungsbeschreibung für die Wiedereinführung der Produktversorgung von Versicherten der Sekundären Individualprävention (SIP) mit Hautschutzpaketen bzw. Starterkits (berufliche Hautmittel, Händedesinfektionsmittel und Handschuhe) durch die BGW (Starterkitportfolio).

 

 

 

Gesundheitszertifikat 2.0 – “Multiplikator*in für Gesund leben, studieren und arbeiten“

Projektleitende Institution: Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie und Abteilung New Public Health, Universität Osnabrück

Leitung: Dr.in rer. nat. Flora Sonsmann, Carina Gill, M. Ed., Lisa Schmidt, M. Sc., Prof. Dr. Swen Malte John, Prof.in Dr.in Birgit Babitsch

Projektdurchführung und -koordination: Dr. rer. nat. Flora Sonsmann, Carina Gill, M.Ed.,  Vanessa Leinigen, M. Ed., Lisa Schmidt, M. Sc.

Laufzeit: 08/2023-05/2025

Förderung: Techniker Krankenkasse

Überblick

Studierende an der Universität Osnabrück können ihre Kompetenzen für Gesundheit stärken. Das Gesundheitszertifikat bietet neben einem breiten Angebot von Workshops zum Umgang mit Belastungen, über Bewegungsförderung bis hin zum gesunden und nachhaltigen Kochen, auch die Möglichkeit, sich zum*zur Multiplikator*in ausbilden zu lassen. Mit dieser Qualifikation können Absolvent*innen das erworbene Wissen aktiv an andere Personen weitergeben. Das erneut durch die Techniker Krankenkasse geförderte Zertifikatsprogramm kann zeitlich flexibel neben dem Studium absolviert werden und richtet sich an alle Studierenden der Universität Osnabrück.

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JOY@UNIVERSITY (Join Our Activity at University) (2023-2025)

Projektleitende Institution: Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück

Leitung: Dr. rer. nat. Flora Sonsmann, Carina Gill, M.Ed., Vanessa Leinigen, M.Ed., Prof. Dr. Swen Malte John

Projektdurchführung und -koordination: Dr. rer. nat. Flora Sonsmann, Carina Gill, M.Ed., Vanessa Leinigen, M.Ed., Lisa Schmidt, M. Sc., Dipl.-Psych. Vanessa Bill

Laufzeit: 02/2023-01/2025

Förderung: Techniker Krankenkasse

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Qualitätssicherung der Diagnostik von beruflichen Typ IV-Allergien (DGUV-Forschungsprojekt FB 317b)

Projektleitende Institution: Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm)

Leitung: Prof. Dr. med. Swen Malte John; Prof. Dr. med. Christoph Skudlik

Projektdurchführung und -koordination: PD Dr. rer. nat. Cara Bieck, Dipl. Päd.  Patricia Weinert

Projektmitarbeit: Priv.-Doz. Dr. med. Richard Brans; Dr. med. Katja Dicke; Dr. med. Michaela Kolodziej

Laufzeit: 10/2020 - 09/2025

Förderung: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

Epikutantestungen von berufseigenen Substanzen, die sowohl im Rahmen des Hautarztverfahrens als auch bei der Begutachtung und in der tertiären Individualprävention (TIP: stationäres Heilverfahren) durchgeführt werden, sind zurzeit nicht systematisch erfasst. Dadurch gehen wichtige Informationen hinsichtlich allergologisch relevanter Substanzen am Arbeitsplatz verloren. Außerdem fehlt bisher die Qualitätssicherung dieser Testungen, deren Ergebnisse in der Regel von hoher Tragweite für die Versicherten sind. Umgekehrt ist durch unzureichendes zur Verfügung stehen von kommerziellen Testsubstanzen die Testung von Berufsstoffen zur Eruierung von Allergenen am Arbeitsplatz unabdingbar. Weniger als 200 kommerziellen Testsubstanzen stehen über 6000 bekannte Allergene gegenüber. Um diesen gravierenden, diagnostischen Missständen entgegenzuwirken und die seitens der Unfallversicherungsträger eingesetzten Ressourcen für die allergologische Diagnostik zu optimieren, ist eine Standardisierung und Qualitätssicherung der Diagnostik basierend auf einer fortlaufenden systematischen Evaluation der bei den Unfallversicherungsträgern (UVT) vorliegenden Testungen unabdingbar.

Die Identifizierung von relevanten Kontaktsensibilisierungen ist für den Erfolg von Präventionsmaßnahmen und damit die Verhinderung der Entstehung einer BK essentiell. Ferner ist der Nachweis einer Sensibilisierung mit Hilfe von geeigneten Hauttestungen sowohl im Hautarztverfahren wie in der Argumentationskette eines Berufskrankheiten(BK)-Feststellungsverfahren bei allergen-induzierten beruflichen Erkrankungen ein wichtiger Baustein. Daher ist die Verfügbarkeit von qualitätsgesicherten Testsubstanzen und Standardisierung ihrer Applikation für alle UVT von großer Relevanz. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Verbesserung, Standardisierung und dauerhafte Optimierung und Verfügbarkeit der Allergentestungen für berufsbedingt allergische Erkrankungen.

 

 

Ambulante sekundäre Individual-Prävention für Beschäftigte in der Maschinenbau- & Metallbranche

Leitung: Prof. Dr. S. M. John, Dr. A. Wilke, Andreas Hansen, M. A., Marc Rocholl, M. A.
Laufzeit: 01.06.2007 – fortlaufend
Förderung: Berufsgenossenschaft Holz und Metall Dortmund
Beteiligte: Prof. Dr. med. Dorothée Nashan, Hautklinik des Klinikums Dortmund GmbH

Berufsbedingte Hauterkrankungen gehören zu den häufigsten berufsbedingten Erkrankungen der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM). Vor diesem Hintergrund wurde in Dortmund eine sekundärpräventive Hautschutzmaßnahme initiiert, bei der durch eine Kooperation der Hautklinik der Klinikum Dortmund gGmbH, der Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie der Universität Osnabrück und der örtlichen Berufsgenossenschaft Holz und Metall eine umfassende Schulung und Beratung der Versicherten ermöglicht werden soll. Entwickelt wurde ein interdisziplinäres Präventionsprogramm, welches die besonderen Bedürfnisse dieser Zielgruppe berücksichtigt. Nach einer hautärztlichen Untersuchung im Klinikum Dortmund werden die Versicherten zu einem eintägigen Hautschutzseminar eingeladen. Im Rahmen des im Schnitt alle 6 bis 8 Wochen stattfindenden Seminars werden jeweils rund 8-10 Teilnehmer gesundheitspädagogisch geschult und durch Mitarbeiter des Präventionsdienstes der BGHM hinsichtlich der Auswahl von Schutzhandschuhen und Hautmitteln beraten. Während des Seminartages wird eine hautärztliche Befundkontrolle durchgeführt. Ergänzend findet eine Betreuung und Beratung durch den Präventionsdienst vor Ort am individuellen Arbeitsplatz statt. Vor und nach der Seminarteilnahme sowie nach sechs und zwölf Monaten werden die Teilnehmer schriftlich befragt. Bei Bedarf wird eine Nachuntersuchung angeboten. Die Wirksamkeit der Maßnahme wird durch standardisierte ärztliche und gesundheitspädagogische Erhebungsinstrumente dokumentiert und wissenschaftlich evaluiert. Die Maßnahme versteht sich als Ergänzung zur Betreuung der Patienten in der Praxis des meldenden Hautarztes vor Ort und ist in der Regel kombiniert mit einem dort erfolgenden, ambulanten Heilverfahren.